Investmentfonds

Investmentfonds

Wer träumt nicht davon, wenig zu tun und dafür viel Geld zu erhalten? Lange Zeit schien es so, als ob man gar nichts tun müsste und dafür sogar noch mehr Geld erhalten könnte. Die Börse sollte es möglich machen. Es lässt sich nicht leugnen, dass die Börse heute mehr mit uns in Berührung kommt als je zuvor. So bietet mittlerweile fast jede Bank verschiedenste Anlagemöglichkeiten, die alle direkt oder indirekt mit der Börse zusammenhängen. Allerdings ist die Börse für so manchen zur Spielwiese geworden. Findige Unternehmer verdienten sich eine goldene Nase mit Spekulationen. Und längst nicht alles, was dort an der Börse gehandelt wurde, hatte irgendeinen soliden Gegenwert. Denn genau darin besteht die Gefahr der Börse: Je spekulativer eine Investition ist, desto gigantischer fällt die mögliche Spanne von Gewinn und Verlust aus.

Im Zuge der aktuellen Finanzkrise fordern immer mehr Politiker ein Verbot von besonders riskanten Investmentfonds. Besonders kritisiert werden die so genannten Hedgefonds. Hedgefonds sind besonders spekulativer Natur und können verschiedenste Wirtschaftliche Objekte zum Gegenstand haben. Beispielsweise kann ein Hedgefonds solcherart beschaffen sein, dass auf die landwirtschaftlichen Erzeugnisse eines bestimmten Bereiches spekuliert wird. Gewiss wird dort etwas wachsen. Jedoch hat man keine Gewissheit darüber, wie gut die kommende Ernte gedeihen mag und wie gut diese sich dann anschließend verkauft (und vor allem zu welchem Preis). Man sieht also, dass Hedgefonds keine besonders transparente Angelegenheit sind. Und vorhersehbar schon gar nicht.

Im Zuge der Krise wurde insbesondere der Markt für Hedgefonds relativ heftig getroffen. Im Jahr 2008 wurden schätzungsweise 15% aller Hedgefonds aufgelöst. Kein Wunder also, dass von Seiten der Politik nun die Forderungen nach sicheren Möglichkeiten laut werden. In dieser Betrachtung ist für so spekulative Hedgefonds natürlich kein Platz. Es bedarf vor allem der richtigen Kompetenz, um nun den Ansprüchen von Rendite und Sicherheit gerecht zu werden.

Immer mehr Kunden finden beides bei Privatbanken. Obwohl Privatbanken, gemessen am gesamten Bankwesen, längst keine große Rolle mehr spielen, spürten sie die die Krise längst nicht so heftig wie viele andere Banken. Einige private Bankhäuser konnten sogar ganz hervorragende Gewinne verzeichnen. So verriet Christian A. Camenzind (CEO beim Schweizer Zweig der Privatbank Sal. Oppenheim), dass die Krise der Bank eines der erfolgreichsten Geschäftsjahre seit langem bescherte. Das deutsche Bankhaus Sal. Oppenheim blickt auf eine lange Tradition zurück und ist eine führende Privatbank im Bereich Europas. So scheint es, dass viele Kunden das Vertrauen in die Großbanken zunehmend verloren haben und entsprechend zu den Privatbanken abwandern. Somit ist es fast ein wenig so, als ob sich die Geschichte wiederholt. Nur anders herum. Denn einst waren es die Privatbanken, die das junge Bankwesen ausmachten. Bis die Großbanken kamen.